Praktikumsbericht von Felix Funk

08/2021-01/2022, Mathematik-Student, FU Berlin

Ich habe zwischen August 2021 und Januar 2022 mein Berufspraktikum im Rahmen meines Bachelorstudiums der Mathematik an der FU Berlin bei Mathe im Leben absolviert.

Ich kenne den Wettbewerb „Mathe im Advent“ bereits seit der Grundschule und nahm einige Male auch selbst daran teil. Neben dem Känguru-Wettbewerb und der Mathe- Olympiade ist „Mathe im Advent“ einer der größten Wettbewerbe in Schulen im Bereich der Mathematik. Mich interessierten an diesem Praktikum gleich mehrere Dinge:

Meine erste Aufgabe war die Erstellung eines digitalen Bastelpreises. Die Bastelpreise wurden eingeführt, da es bei weitem nicht genug Preise gibt, um jede*m Teilnehmer*in ein Geschenk machen zu können. Durch den Bastelpreis erhält man nun aber zumindest ein kleines Geschenk. An der Uni habe ich bereits zwei Informatikkurse belegt und konnte deshalb Kenntnisse im Bereich der Programmierung aufweisen. Ich wurde in die Arbeit mit GitLab eingewiesen und habe Code in Python, Latex und HTML geschrieben, um einen neuen Bastelpreis zu programmieren und diesen dann auf der Website einzustellen. Im Bereich Programmierung habe ich während des Praktikums auf jeden Fall meine Kenntnisse erweitert.

Meine zweite Aufgabe war dann bereits die Aufgabenentwicklung für „Mathe im Advent“. Wenn es sich anbietet, dann wird neben der Aufgabe und der Lösung noch eine „Mathematische Exkursion“ und ein „Blick über den Tellerrand“ veröffentlicht. So arbeitete ich beispielsweise an einem Text über Aussagenlogik, insbesondere über den Unterschied zwischen einer Implikation und einer Äquivalenz. Oder ich schrieb einen Text über Chanukka, um die Geschichte aus der Aufgabe noch weiter zu thematisieren und historisch einzuordnen. Es waren zwei von vielen möglichen Beispielen. Das Schreiben von Aufgaben und Lösungen war hierbei deutlich anspruchsvoller als ich dachte. Der mathematische Inhalt befindet sich natürlich auf Schulniveau, dennoch ist es gar nicht so leicht, diesen Inhalt auch verständlich in Schriftform zu bringen. Gerade die Dinge, die so klar und intuitiv wirken, sind besonders schwer zu erklären.

Zu meinen Aufgaben gehörte es auch, über „Mathe im Advent“ zu informieren. Dazu tütete ich viele Briefe mit Informationsmaterial und Postern ein und rief bei den Schulleiter*innen der Schulen in den geförderten Regionen an, um über die Förderung zu informieren. Das hat auch meine Kommunikationskompetenzen am Telefon gestärkt.

Im letzten Teil meines Praktikums war ich überwiegend im Support tätig. Bei diesem geht es vor allem um die Beantwortung der eintreffenden E-Mails. Das Themenfeld ist vielfältig und reicht von inhaltlichen Fragen über Beschwerden zu vermeintlichen Fehlern bis hin zu allgemeinen technischen Schwierigkeiten. Dieser Teil wurde von mir überwiegend im Homeoffice ausgeübt.

Ich bin froh über die Gelegenheit, mein Praktikum bei Mathe im Leben absolviert haben zu dürfen. Ich kann mir auch vorstellen, das Unternehmen weiterhin bei Projekten zu unterstützen. Inhaltlich unterscheidet sich die Arbeit von Mathe im Leben natürlich deutlich von meiner Arbeit im Studienalltag, denn die Aufgaben haben zwar einen mathematischen Hintergrund, aber dieser ist eben auf Schulniveau. Gerade da liegt aber auch die Herausforderung, das Schulniveau so einzuhalten, dass es weder langweilig noch überfordernd für die Schüler*innen ist.

Ich möchte Mathe im Leben gerne als Praktikumsstelle weiterempfehlen. Es war interessant, über den mathematischen Tellerrand hinauszublicken und sich Gedanken darüber zu machen, wie man Schüler*innen einen Zugang zur Mathematik bereitet.

Eine Übersicht über alle Praktikumsberichte gibt es hier.